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Die Halbzeitbilanz des FC Bayern München unter Pep Guardiola

por el 6 enero, 2016 • 18:46

Bicicleta

Diese Daten sind nur ein kleiner Baustein von Guardiolas gesamter Zwischenbilanz von 135 Spielen mit dem FC Bayern bis dato, wobei seine Mannschaft 103 Siege, 15 Unentschieden und 17 Niederlagen erreichte. Dabei schoss der FCB 346 Tore (2,56 im Schnitt) und kassierte 94 (0,7). Prozentual gerechnet lag die Zahl der Erfolge bei 76,3%.

Für die laufende Saison stellt sich das Zahlenwerk so dar: 23 Siege, zwei Unentschieden, zwei Niederlagen, 73 geschossenen Toren stehen 14 gegenüber, die die Münchner kassierten. Im Schnitt bedeutet das: 85,2% Siege (was sich aus 88,2% in der Bundesliga und 83,3% im Rahmen der Champions League zusammensetzt); dabei erzielten die Bayern 2,7 Tore pro Spiel bei 0,5 Gegentoren, wobei in der Königsklasse der Durchschnitt selbst erzielter Treffer sogar bei 3,17 je Partie lag.

Vier seiner Schützlinge kamen dabei in der ersten Saisonhälfte der laufenden Spielzeit auf mehr als 2000 Einsatzminuten: Manuel Neuer (2250), Robert Lewandowski (2111), Philipp Lahm (2067) und Thomas Müller (2005). Jérôme Boateng kam bislang auf 1975 Minuten Einsatzzeit und wäre ohne seine Sperre sicherlich auf mehr gekommen. Nahe davon bewegen sich auch Arturo Vidal (1732), David Alaba (1717), Xabi Alonso (1702) und Douglas Costa mit 1687 Minuten auf dem Rasen.

Stars des FC Bayern München: Philipp Lahm, Manuel Neuer und Thomas Müller

DAUERBRENNER LEWANDOWSKI UND MÜLLER

Die beiden Spieler mit den meisten bestrittenen Partien sind Lewandowski und Müller mit je 26: Müller kam nur im Pokalspiel gegen Nöttingen im August nicht zum Einsatz, der Pole wiederum musste im September gegen Darmstadt auf Grund einer Blessur aus dem Spiel zuvor pausieren. Seit dem 26. September war Lewandowski in allen Spielen des Rekordmeisters gesetzt, sprich in 18 aufeinander folgenden Partien, wovon er bis auf drei Mal auch immer durchgespielt hat (abgesehen von drei Auswechslungen, was ihn insgesamt gerade einmal 68 Minuten kostete).

Wenn man im genannten Zeitraum noch die drei Länderspiele mit Polen dazu rechnet, dann kommt der Angreifer auf 21 Spiele in Folge ohne Zeit für Regeneration – eine außergewöhnliche Quote. Seit August hat er 29 Tore geschossen – Müller 25. Neuer hat 25 von 27 Partien durchgespielt (Sven Ulreich stand bei den anderen beiden im Kasten).

Mit seinen gerade einmal 19 Jahren stand Neuzugang Kingsley Coman bei elf der letzten 13 Spielen in der Anfangsformation. Fünf Spieler waren zu keiner Zeit verletzt, und zwar: Neuer, Rafinha, Müller, Boateng und Alonso, wenngleich die beiden Letztgenannten den ein oder anderen Schlag bzw. die ein oder andere Prellung erlitten, was die Einsatzzeit auch ein Stück weit reduzierte.

3 PRÄGENDE TAKTIK-ETAPPEN

Bezüglich der Taktik waren die vergangenen fünf Monate von drei unterschiedlichen Etappen geprägt: Die 1. Etappe, und zwar vom 1. August bis Ende September (zehn Partien umfassend), verlangte ein paar ungeplante Umstellungen: Sowohl Javier Martínez als auch Holger Badstuber standen nicht zur Verfügung, Arjen Robben verletzte sich bei einem Länderspiel und Coman war bis September noch nicht da. Demnach musste der Coach Alaba als Innenverteidiger spielen lassen und hoffte darauf, dass die Gegner im Laufe eines Spieles geschwächt würden.

Taktisch gesehen begann die 2. Etappe Ende September und dauerte exakt bis zum 24. November (also elf Partien), bis Costa und Robben sich muskuläre Verletzungen zuzogen und Alaba mit einem Knöchelproblem nach einem gegnerischen Tritt ausfiel. Diese Phase war geprägt davon, dass verhältnismäßig viele Angreifer in der Formation auftauchten. Die Etappe gipfelte im Pyramiden-Modell (2-3-5), wie beispielsweise bei der Partie in Wolfsburg. Gegen Arsenal London ließ der Coach ein 2-4-4 spielen. Gesamthaft betrachtet war das eine Phase massiver Torspektakel, wobei insbesondere das Duo Lewandowski/Müller hervorstach.

Thomas Müller und Robert Lewandowski vom FC Bayern sind das erfolgreichste Sturmduo in der Bundesliga

Die eben erwähnte Verletztenmisere führte dann in Richtung der 3. Etappe der Saison, und zwar vom 6. November bis Ende des Jahres (insgesamt sechs Begegnungen umfassend), als Guardiola wieder etwas “gemäßigter” spielen ließ – vor allem hinsichtlich seiner beiden zentralen Stürmer. Auf Grund der Absenz diverser Flügelspieler konnte er keine derart gewaltige Angriffsformation mehr antreten lassen und stärkte daher eher die Defensive. Immerhin schaffte es der Katalane damit die Winterpause mit einem komfortablen 8-Punkte-Vorsprung auf Borussia Dortmund angehen zu können.

ANZAHL DER TORE CHARAKTERISTISCH

Die Anzahl der geschossenen Tore symbolisiert dabei wunderbar die einzelnen Phasen der Hinrunde, sprich es ist augenscheinlich, wie der Einfluss der taktischen Variante auf die Ergebnisse ist. In der ersten Phase ließ der Coach konventioneller spielen und setzte dabei auf den Kräfteverschleiß der jeweiligen Gegner. Der FCB schoss daher in den ersten Spielhälften insgesamt sieben Tore in dieser Etappe und 23 in Hälfte zwei.

Dabei kassierte der Rekordmeister selbst vier Tore in Halbzeit eins und lediglich eines in Halbzeit zwei. Das sind überzeugende Argumente: Mit gepflegtem Kurzpassspiel gepaart mit einigen langen Bällen zehrte der FCB seine Rivalen aus und bestrafte sie dann je länger das Spiel andauerte. Aus dieser Taktik kann man folgende Schlüsse ziehen:

Halbzeit eins: 0,7 geschossene Tore; 0,4 kassierte Tore

Halbzeit zwei: 2,3 geschossene Tore; 0,1 kassierte Tore

Die zweite Phase, also von September bis Ende November, war geprägt von aggressivem Offensivspiel und bis zu fünf Angreifern parallel. Die Zahlen bestätigen das natürlich auch: In diesem Zeitraum dominierte der FCB die Begegnungen und schoss 23 Tore in Halbzeit eins und elf in Hälfte zwei; dabei kassierte man zwei Tore in den ersten 45 Minuten und vier in den zweiten. Das bedarf eigentlich wenig Erklärung: Denn mit fünf Angreifern parallel hat man im Angriff automatisch Oberwasser; Wenn dann der Vorsprung erst einmal hergestellt ist, dann kann man sich ein wenig zurückziehen. Hier die Zahlen dazu:

Halbzeit eins: 2,1 geschossene Tore; 0,2 kassierte Tore

Halbzeit zwei: 1 geschossenes Tor, 0,36 kassierte Tore

Zu guter Letzt kam die Taktik in der letzten Phase – bedingt durch die zahlreichen Verletzungen, was dem Trainer nur wenig Spielraum zugestand. Das wiederum provozierte, dass der amtierende Meister in Hälfte eins vier Tore schoss und fünf in Halbzeit zwei; dabei kassierte man in den ersten 45 Minuten null Tore und drei in den zweiten (alle in ein und derselben Partie, und zwar gegen Borussia Mönchengladbach). In Zahlen:

Halbzeit eins: 0,67 geschossene Tore; 0 kassierte Tore

Halbzeit zwei: 0,8 geschossene Tore; 0,5 kassierte Tore

Schlussendlich noch ein paar Gesamtzahlen: Es kamen insgesamt 538 Abschlüsse zustande, also 20 pro Partie im Durchschnitt. Konkret auf das Tor schoss man acht Mal pro Partie (217 gesamt). Bei 73 Toren insgesamt entspricht das einer Effektivität von 33% – dahingegen nur 13% hinsichtlich der Gesamtzahl der Abschlüsse. Eingerechnet sind dabei aber auch 16 Schüsse an Latte oder Pfosten.

Die größte Zahl an Abschlüssen generierte man gegen den VfB Stuttgart (33), die geringste Zahl (zehn) kam gegen Eintracht Frankfurt zustande; bezüglich konkreten Schüssen auf das Tor hatte der FCB gegen den 1. FC Köln und den VfB Stuttgart am meisten (14) und gegen den VfL Wolfsburg im Supercup zu Saisonanfang mit einem die wenigsten. Dahingegen musste der FCB in 27 Spielen selbst nur 78 Abschlüsse hinnehmen, also circa drei pro Spiel, wobei der FC Arsenal im Emirates Stadium mit acht den Bestwert der Gegner auf der Habenseite verbuchen konnte.

In puncto Ballbesitz war der schlechteste Wert ebenfalls gegen Wolfsburg im Supercup, und zwar mit 55%. Gegen Darmstadt kam der Rekordmeister auf sage und schreibe 80,7% Ballbesitz. Weniger als 65% hatten die Münchner nur in fünf Partien, logischerweise gegen die schwersten Gegner der Hinrunde, und zwar zwei Mal Wolfsburg, Bayer 04 Leverkusen, den BVB und Gladbach.

Douglas Costa

Hinsichtlich der erfolgreich gestalteten Dribblings hat sich der FCB steigern können: Insgesamt kam die Mannschaft auf 306, also 13,5 pro Partie). Die Bestwerte halten dabei Douglas Costa (4 pro Spiel) und Kingsley Coman (3,5).

Die Pässe spiegeln ebenfalls die Spielverläufe bestens wieder: Im Schnitt realisierte der FC Bayern 753 Pässe je Partie, wobei 89% davon kurze Pässe waren (675) und 7,7% Flanken (58). Guardiolas Team kam pro Partie auf je 17 Konter im Schnitt. Flanken von außen in den Strafraum gelangen dem FC Bayern außerdem noch 19 pro Spiel.

* Eurosport.de veröffentlicht diesen Artikel auf 6. Januar 2016

Bilder: Getty Images, SID & AFP



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